SolartechnikAttraktive neue Speicher-Förderung in Niedersachsen
Henke Solartechnik für Schaumburg - Attraktive neue Speicher-Förderung in Niedersachsen
(c) BSW – Bundesverband Solarwirtschaft e. V.: In einer Pressekonferenz mit dem Umweltminister des Landes, Olaf Lies, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) Carsten Körnig heute in Hannover: „Dieses innovative Angebot hilft, die Energiewende im Norden zu beschleunigen. Ich bin zuversichtlich, dass es auf ein breites Verbraucherinteresse stoßen wird“.

Die Solar- und Speicherbranche begrüßt das neue Förderangebot in Niedersachsen. In einer Pressekonferenz mit dem Umweltminister des Landes, Olaf Lies, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) Carsten Körnig heute in Hannover: „Dieses innovative Angebot hilft, die Energiewende im Norden zu beschleunigen. Ich bin zuversichtlich, dass es auf ein breites Verbraucherinteresse stoßen wird“.

Die Förderhöhe sei attraktiv, besonders zukunftsweisend seien die zusätzlich gewährten Anreize zur Installation einer Solartankstelle für das Laden von E-Autos oder Module über PKW Stellplätzen. Körnig: „Das ist eine Traumkombination für den Klimaschutz: Die Solaranlage auf dem Dach oder Carport, der Batteriespeicher im Keller und die Solartankstelle für das E-Auto vor der Haustür“.

Von der Bundesregierung forderte der BSW in diesem Zusammenhang Nachbesserungen am vorliegenden Entwurf des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG 2021), der derzeit im Bundestag debattiert wird. Anstatt den Ausbau von Solardächern und Speichern im klimapolitisch notwendigen Umfang zu beschleunigen, sehe der Gesetzesentwurf aus dem Bundeswirtschaftsministerium teils gravierende Investitionsbarrieren vor. Nach Einschätzung von Marktforschern muss die derzeit installierte Photovoltaikleistung bis 2030 mindestens verdreifacht, die Speicherkapazität sogar verzehnfacht werden. Andernfalls seien die Klimaziele nicht erreichbar und im Zusammenhang mit dem Atom- und Kohleausstieg die Versorgungssicherheit gefährdet.

Ein klarer Verstoß gegen geltendes EU-Recht sei die Erhebung einer EEG-Umlage in Höhe von rd. 2,5 Cent je Kilowattstunde auf selbst genutzten Solarstrom. Diese „Sonnensteuer“ konterkariere nicht zuletzt das neue Förderangebot Niedersachsens, aber auch das begrüßenswerte neue Angebot aus dem Bundesverkehrsministerium zur Förderung von Ladeinfrastruktur im Falle einer Ökostromnutzung. Zahlreiche andere Verbände teilen ebenso die BSW-Kritik an einem geplanten Systemwechsel bei der Förderung neuer größerer Gewerbedächer hin zu Ausschreibungen. „Wir hoffen sehr, dass diese Energiewende-Hürden fallen. Andernfalls kann sich die Nachfrage nach neuen Solardächern noch vor der Bundestagswahl halbieren“, so Körnig.

Nach BSW-Angaben drohe in den kommenden zehn Jahren zudem das vorzeitige Aus von nahezu einer halben Million älterer, aber noch funktionsfähiger Solarstromanlagen, die aus der Förderung fallen. Grund dafür sei neben der „Sonnensteuer“ auf selbst genutzten Solarstrom gänzlich unverhältnismäßige Anforderungen zum Einbau teurer Messeinrichtungen. „Mit der Rückendeckung aus Niedersachsen und anderen Bundesländern werden wir diese Klimaschutzbremsen in den nächsten Wochen hoffentlich lösen können“, so Körnig.

 

Quelle: Pressemitteilung BSW – Bundesverband Solarwirtschaft e. V.

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